Die CDU in Stadt und Kreis fordert noch mehr Gymnasien in Darmstadt. Dies wird in einem Artikel des Darmstädter Echos vom 21. August 2010 berichtet.

Den Artikel  können Sie hier lesen.

Im Artikel des Darmstädter Echos wird berichtet, dass die CDU in Stadt und Land in etwa gleich lautende Anträge in den jeweiligen Parlamenten stellen will. Ein Oberstufen-Gymnasium und eine KGS  sollen zu einem klassischen Gymnasium umgewandelt werden.

  • Warum stellt die Landkreis-CDU  keinen Antrag  für Ihrer Gebietskörperschaft ?
  • Warum wird das vielseitige Angebot in Darmstadt beschnitten?
  • Wo sollen Darmstädter Schüler ihren Haupt- und Realschulabschluss machen? Zur Zeit ist es nicht möglich auf einem Gymasium die “mittlere Reife” zu erwerben.


Anmerkungen zum gemeinsamen SEP.

Die Darmstädter Schullandschaft hat einiges zu bieten.

Die Plätze an Darmstadts  Schulen reichen für Darmstädter Schüler aus. Warum sollte Darmstdt seinen Schullandschaft verändern, nur damit Herr Fleischmenn (Schuldezernent/Landkreis)  seine  Ideologie weiter verfolgen kann? Bei den  Gedankengängen Darmstädter Politiker sehe ich  Nachteile für die Stadt Darmstadt. So wird ein gemeinsamer Schulentwicklungsplan keinen Sinn machen.

Einige wollen Einheitsschulen, andere wollen nur Gymnasien. In diesen Fall würden die Gymnasien zu Einheitsschule. In Darmstadt besuchen 60% der Schüler ein Gymnasium. Ich glaube nicht, dass das jeden Schüler aber auch nicht jedem Gymnasium zu Vorteil gereicht.

Ich möchte nicht erleben, dass ein Darmstädter Kind  zwangsweise in den Lankreis umgelengt wird. Wenn Darmstädter Eltern ihre Kinder auf ein Gymnasium schicken wollen, sollen sie dies auch können. Ich denke aber, dass wir Gesamtschulen mehr fördern sollten, damit die Eltern und Schüler noch mehr Wahlmöglichkeiten haben. Dies würde den Gymnasien und den Schülern auch gut tun.  Änderungen können nur funktionieren, wenn die Eltern überzeugt werden.

Herr Fleischmann und einige Stadtverordnete in Darmstadt möchten mit dem gemeinsamen SEP den großen Wurf machen. Sie möchten entgegen den Wünschen der Eltern Schulpolitik betreiben.  Hier muss ich unwillkürlich an den Volksentscheid in Hamburg denken. Wir werden sehen, in welcher Art sich der Wiederstand in Darmstadt formiert.

Ich möchte  die Elltern aus dem Landkreis bitten,  meinen Gedanken nicht falsch zu verstehen. Es ist aber so, dass im Landkreis relative Ruhe herscht. Wenn Sie mit der Schulpolitik in Ihrem Landkreis nicht zufrieden sind, dann müssen Sie in Ihrer Gebietskörperschaft einigen Leuten auf die Füße treten. Wie überall sind die Kassen leer. Ich glaube nicht, dass  die Stadt Darmstadt weiterhin das schulpolitische Ventil des Landkreises sein kann. Der Landkreis muss sich auch mehr an den Kosten beteiligen (auch ohne gemeinschaftlichen Schulentwicklungsplan). Wenn Preis der Kostenbeteiligung ein herrumfuschen an der Darmstädter Schullandschaft ist, sollte der Ausstieg vor dem Einstieg  aus einem gemeinsamen Schulentwicklungsplan eine Option sein.

Ein gemeinsamer Schulentwicklungsplan ist kein Muss. Er mag Vorteile bringen, leider sehe ich bei den Vorschlägen die mir bekannt sind, reichlich  Nachteile.

Eine zweite Option zu  haben,  stärkt die Verhandlungsmöglichkeiten ungemein. Herr Fleischmann wird sich sichherlich vor Lachen den Bauch halten, wie man Versucht in Darmstadt seine Probleme zu lösen.

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Karl-Wilhelm Heselmann