Darmstadt
24 Aug
Die CDU in Stadt und Kreis fordert noch mehr Gymnasien in Darmstadt. Dies wird in einem Artikel des Darmstädter Echos vom 21. August 2010 berichtet.
Den Artikel können Sie hier lesen.
Im Artikel des Darmstädter Echos wird berichtet, dass die CDU in Stadt und Land in etwa gleich lautende Anträge in den jeweiligen Parlamenten stellen will. Ein Oberstufen-Gymnasium und eine KGS sollen zu einem klassischen Gymnasium umgewandelt werden.
Anmerkungen zum gemeinsamen SEP.
Die Darmstädter Schullandschaft hat einiges zu bieten.
Die Plätze an Darmstadts Schulen reichen für Darmstädter Schüler aus. Warum sollte Darmstdt seinen Schullandschaft verändern, nur damit Herr Fleischmenn (Schuldezernent/Landkreis) seine Ideologie weiter verfolgen kann? Bei den Gedankengängen Darmstädter Politiker sehe ich Nachteile für die Stadt Darmstadt. So wird ein gemeinsamer Schulentwicklungsplan keinen Sinn machen.
Einige wollen Einheitsschulen, andere wollen nur Gymnasien. In diesen Fall würden die Gymnasien zu Einheitsschule. In Darmstadt besuchen 60% der Schüler ein Gymnasium. Ich glaube nicht, dass das jeden Schüler aber auch nicht jedem Gymnasium zu Vorteil gereicht.
Ich möchte nicht erleben, dass ein Darmstädter Kind zwangsweise in den Lankreis umgelengt wird. Wenn Darmstädter Eltern ihre Kinder auf ein Gymnasium schicken wollen, sollen sie dies auch können. Ich denke aber, dass wir Gesamtschulen mehr fördern sollten, damit die Eltern und Schüler noch mehr Wahlmöglichkeiten haben. Dies würde den Gymnasien und den Schülern auch gut tun. Änderungen können nur funktionieren, wenn die Eltern überzeugt werden.
Herr Fleischmann und einige Stadtverordnete in Darmstadt möchten mit dem gemeinsamen SEP den großen Wurf machen. Sie möchten entgegen den Wünschen der Eltern Schulpolitik betreiben. Hier muss ich unwillkürlich an den Volksentscheid in Hamburg denken. Wir werden sehen, in welcher Art sich der Wiederstand in Darmstadt formiert.
Ich möchte die Elltern aus dem Landkreis bitten, meinen Gedanken nicht falsch zu verstehen. Es ist aber so, dass im Landkreis relative Ruhe herscht. Wenn Sie mit der Schulpolitik in Ihrem Landkreis nicht zufrieden sind, dann müssen Sie in Ihrer Gebietskörperschaft einigen Leuten auf die Füße treten. Wie überall sind die Kassen leer. Ich glaube nicht, dass die Stadt Darmstadt weiterhin das schulpolitische Ventil des Landkreises sein kann. Der Landkreis muss sich auch mehr an den Kosten beteiligen (auch ohne gemeinschaftlichen Schulentwicklungsplan). Wenn Preis der Kostenbeteiligung ein herrumfuschen an der Darmstädter Schullandschaft ist, sollte der Ausstieg vor dem Einstieg aus einem gemeinsamen Schulentwicklungsplan eine Option sein.
Ein gemeinsamer Schulentwicklungsplan ist kein Muss. Er mag Vorteile bringen, leider sehe ich bei den Vorschlägen die mir bekannt sind, reichlich Nachteile.
Eine zweite Option zu haben, stärkt die Verhandlungsmöglichkeiten ungemein. Herr Fleischmann wird sich sichherlich vor Lachen den Bauch halten, wie man Versucht in Darmstadt seine Probleme zu lösen.
Sie können diesen Artikel unten kommentieren.
Karl-Wilhelm Heselmann
Ein Kommentar for "CDU will noch mehr Gymnasien in Darmstadt"
Ich sehe für einen gemeinsamen Schulentwicklungsplan (SEP) der Stadt Darmstadt und dem Landkreis keine Perspektive und ebensowenig für den Vorschlag der CDU, die Anzahl der Gymnasien zu erweitern.
Es geht hier nicht um Quantität von Darmstädter Gymnasien, sondern um die Qualität von Schulen in Darmstadt und dem Landkreis. Die Qualität und damit die Attraktivität einiger Darmstädter Schulen hängt von der Reputation der Schulen ab. Begehrte Schulen sind in der Regel mit einer guten Schulleitung, qualifiziertem Lehrpersonal, interessantem Lehr-, AG- und Betreuungsangebot ausgestattet und sorgen damit für ein Klima in der Schule, in dem sich Schüler und Eltern gleichermaßen gut aufgehoben fühlen. Ganz oben auf der Bewerberliste der weiterführenden Schulen stehen meiner Ansicht nach Schulen mit sozialer, pädagogischer und fachlicher Qualität.
Wenn also eine verstärkte Nachfrage von Kindern aus dem Landkreis nach Darmstädter Schulen besteht, so scheint es, dass Darmstädter Schulen eine bessere Reputation haben als die Schulen im Landkreis. Eine Ausweitung der Darmstädter Gymnasien ändert nichts an der Tatsache, dass bestimmte weiterführende Schulen von Eltern und Kindern verstärkt ausgewählt werden und andere eben nicht. Ein SEP muss deshalb eine Verbesserung der Schulen zum Ziel haben und nicht eine Ausweitung der Gymnasien oder schlimmer noch ein absurdes Lenken der Schüler an bestimmte Schulen in bestimmten Bildungsregionen, wie es Herr Fleischmann (Kreisschuldezernent) mit Macht durchsetzen möchte.
Eltern möchten ihren Kindern eine bestmögliche, individuelle schulische Förderung ermöglichen, die den Fähigkeiten des Kindes entsprechen. Die Verantwortung für die Wahl der Schule muss deshalb von den Eltern getragen werden und nicht von Politikern.
Kommentar hinterlassen