In der letzten Schulausschusssitzung wurde über den Schulentwicklungsplan  beraten. Den Bericht des Darmstädter Echos können Sie hier lesen. Hier auch ein Bericht der Frankfuter Rundschau.

Meine Einschätzung
Mein Eindruck war, dass sich die Abgeordneten immer noch nicht über die Bedeutung der Regionen einig sind. Für einige sind es Planungshilfen, für andere  Grenzen, die es ermöglichen, Schüler aus Darmstadt in den Landkreis umzulenken.

Meine Meinung ist, dass ein gemeinsamer Schulentwicklungsplan genau dazu führen würde. Einige Politiker sagen, dass die freie Schulwahl durch eine  Schulentwicklungsplan nicht tangiert wird. Schüler sollen wohnortnah eine Schule  besuchen können.
Schülerlenkung gibt es auch jetzt schon innerhalb Darmstadts. Durch den geplanten gemeinsamen Schulentwicklungsplan werden noch einige Schulen an die Schüler umgelenkt  werden können dazukommen. Dies gilt zumindest für die Randgebiete der Stadt Darmstadt.

In der Schulausschusssitzung wurden Zahlen genannt, die mich an den Sinn  eines gemeinsamen Schulentwicklungsplans aus Darmstädter Sicht zweifeln lassen.

Wenn die genannte Zahlen stimmen, wird es in Darmstadt immer mehr Schüler  geben. Entgegen jeglichem Trend wächst Darmstadt. Das Bildungsniveau der  Einwohner  ist hoch. Durch die wachsende Anzahl an Kindern aus Darmstadt wird für Landkreiskinder weniger oder kein Platz sein. Es sei denn, dass Darmstädter Kinder in den Landkreis gelenkt werden

Ich kann mich dem Gefühl nicht erwehren, dass der Landkreis erheblichen Handlungsbedarf hat.

Bisher konnte mir noch niemand sagen, was ein gemeinsamer Schulentwicklungsplan der Stadt bringen soll. Ich höre immer nur sehr allgemein gehaltene Äußerungen.

Über 60% der  Darmstädter Schüler besuchen Gymnasien.

Ob dies den Kindern, den Eltern und den Schülern zum Vorteil gereicht?

Sollte man Kooperative Gesamtschulen und Integrierte Gesamtschule fördern?
Werden viele Kinder durch die Schulwahl der Eltern überfordert?

Diese Fragen wurden in der  Schulausschusssitzung gestellt. Einige wollten mehr Plätze an den Gymnasien,  andere wollten die Gesamtschulen stärken.

Die Eltern sollen entscheiden, denn sie haben die Verantwortung für ihre Kinder. Politik muss ein gutes Schulangebot schaffen und Schule so  ausstatten, dass Eltern auch einen Wahl haben. Hier sind nicht nur die Schulträger sondern auch unsere Landespolitiker gefragt.

Ich würde mir wünschen, dass der ideologisch geprägte Kampf in der  Schullandschaft aufhört. Kinder sind unterschiedlich, sie entwickeln sich  auch unterschiedlich. Dem sollten wir gerecht werden. Die Frage ist doch nicht  Gymnasium oder Gesamtschule, sondern wie werde wir den einzelnen Kinder gerecht. Beide Schulformen habe ihre Berechtigung.

Hilft uns hier eine Zusammenarbeit mit dem Landkreis? Vielleicht können mir  hier einige Leser helfen. Sie sind wie immer eingeladen, Kommentare  abzugeben.

Karl-Wilhelm Heselmann