Darmstadt
8 Apr
Ich möchte an dieser Stelle den Beschluss des Magistrats mit einigen Kommentaren versehen. Sie sind alle eingeladen, Ihre Meinung in unserem Blog zu äußern.
Der Magistrat hat im Rahmen der Beratungen zum Haushaltssicherungskonzept am 9. März 2010 beschlossen, die Stadtteilbibliotheken Arheiligen und Kranichstein zusammenzulegen (was immer dies bedeuten mag) und die Stadtteilbibliothek Bessungen zu schließen.
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Dies geht aus einer kleinen Anfrage vom 12. März 2010 hervor. Die Anfrage stellte der Stadtverordnete Ulrich Dächert.Eine Schließung der Stadtteilbibliothek Bessungen bringt auch Nachteile für die Bessunger Schulen.
Wie Sie sicherlich wissen, soll die Fahrbibliothek auch stillgelegt werden.
Die Stadtverortnetenversammlung muss noch zustimmen.
Leseförderung sieht anders aus. Ich sehe hier kein Konzept.
Wissenschaftler haben auch alle klein angefangen. Alle haben sich die Welt mit Bücher erschlossen. Es wäre schön, wenn die verantwortlichen Stadtverortneten der Wissenschaftstadt Darmstadt dies bei ihren Entscheidungen bedenken.
Wie werden die eingesparten Mitteln genutzt? Zu denken ist hier an Personal, Miete und Heizkosten. Wieviel von denn eingesparten Mitteln verbleiben im Bibliotheksystem. Werden die Hauptstelle im Justus-Liebig-Haus und die verbleibenden Stadtteilbibliotheken besser ausgestattet? Oder wird das eingesparte Geld für andere Projekte ausgegeben? Welche Prioritäten werden in Darmstadt gesetzt?
Wer Kindern den ausreichenden und leichten Zugang zu Büchern erschwert, muss sich auch der langfristigen Folgen bewusst sein.
Auch Bibliotheken sind ein “weicher” Standortfaktor. Wenn Bildungseinrichtungen weiterhin so vernachlässigt werden, wird dies Konsequenzen für die Schulen und die Wissenschaftsstadt Darmstadt haben.
Karl-Wilhelm Heselmann
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Karl-Wilhelm Heselmann
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Karl-Wilhelm Heselmann
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Ein Kommentar for "Die Wissenschaftstadt Darmstadt will Stadtteilbibliotheken schließen."
Hallo Herr Heselmann,
ich bin Stadtverordneter der Grünen und kann mich ihrer Meinung nur anschließen.
Unser Sohn ist Schüler der Mornewegschule und wir (insbesondere unsere Tochter) benutzen die Bessunger Stadtteilbibliothek selbst oft und gerne.
Die Streichliste des Magistrats bezüglich der Stadtteilbibliotheken und des Bücherbusses ist natürlich noch lange nicht Realität. Sie wird in den Ausschüssen und in den Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt und diskutiert werden.
Ich persönlich und auch wir von Bündnis 90/Die Grünen sind trotz der desolaten Finanzsituation der Stadt uneingeschränkt für den Erhalt der bestehenden Stadtteilbibliotheken und des Bücherbusses. Die zu erzielenden Einsparungen sind nur gering, der Schaden jedoch ist groß. Insbesondere Kinder, die noch nicht so mobil sind und Ältere, die nicht mehr mobil sind, wären die Leidtragenden von Schließungen.
Die Stadtverordneten der Grünen werden sich deshalb sowohl in den Ausschüssen als auch in der Stadtverordnetenversammlung für den Erhalt der zur Zeit bestehenden Einrichtungen einsetzen. Wir denken, dass in den anderen Parteien viele Stadtverordnete diesem Beispiel folgen werden, so dass Hoffnung besteht, die Stadtteilbibliotheken und den Bücherbus in ihrem jetzigen Angebot zu erhalten.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim Reus
Stadtverordneter Bündnis 90/Die Grünen
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